Sonntag, 30. März 2008

26. Tokyo Anime Fair


Konnichi wa.
Freitags bin ich nachmittags zum Immigration Office aufgebrochen, um mich nochmals vor Ort und Stelle davon zu überzeugen, dass ich bei meiner Rückkehr aus HongKong auch wieder ins Land darf. Alles kein Thema - geht klar.
Samstag hat mich Jochen gefragt ob ich Lust hätte mit ihm auf die Tokyo Anime Fair zu gehen, die größte Anime und Manga Austellung Japans. Da ich dieses Wochenende etwas ruhiger angehen wollte und auch sonst keine weiteren Pläne hatte, hab ich mich mit Ihm und noch 2 Amis am Samstag Mittag getroffen und wir sind nach Odayba gefahren. Boah...das war die längste Schlange die ich je gesehen hatte. Um ans Ende der Schlange zu gelangen mussten wir erstmal ewig weit laufen. Haben dann in der Schlange einem Australier seine Karten abgekauft, weil der keine Lust hatte sich anzustellen. Chris, ein Engländer, den wir in der Schlange kennenlernten hat sich noch unserer Gruppe angeschlossen. Auf jeden Fall mussten wir gerade mal 40 Minuten anstehen, das ging echt fix. Das liegt warscheinlich an der Diszipliniertheit der Japaner. In der Halle waren dann viele Anime Studios aus ganz Japan verteten. Da ich und die Amis ja nicht so "die" Freaks sind, was Animes betrifft wie Jochen, der nach seinem Japanisch-Sprachkurs auf ein Anime College gehen will, haben wir uns in der Halle aufgesplittet und ich bin mit den Amerikanern und Chris durch die einzelnen Staende gelaufen. Neben wirklich sehr vielen Werbegeschenken, welche verkleidete Japanerinnen verteilten gab es auch Filme und die Künstler zu bestaunen. Sogar die Maus aus Deutschland war da. War wirklich interessant zu beobachten, was fuer ein Hype um die ganzen Zeichner und auch um die Synchronsprecher gemacht wurde. Okay die verkleideten Japanerinnen waren auch ganz nett anzuschauen. Allerdings reichen auch 3-4 Stunden vollkommen aus.
Bin dann mit den Anderen wieder zurück ins Sakura House, wo ich mich mit John noch etwas über unsere Pläne fürs nächste Wochenende unterhalten hatte und dann war ich auch um 23:30 wieder in der JAXA Lodge und konnte mir anschauen wie der Club fast die Bayern besiegt hat.
Vor der Lodge gibt es übrigens einen sehr schönen Kirschbaum zu betrachten, bin ja mal gespannt wann hier die Kirschblüte gefeiert wird. Denke mal nächstes Wochenende ist es dann soweit.
Also a guats Nächtle.

Montag, 24. März 2008

25. Auf den Spuren der Samurai...



Kamakura…40 km südlich von Tokyo liegt die einstige Hauptstadt Japans- Kamakura! Also gings am Samstag früh rechtzeitig los, um die Tempel und Schreine dieser geschichtsträchtigen Stadt zu erkunden. Bin um 6Uhr morgens schon mit Joe aufgebrochen- was ja schon bissl früh ist, aber da hat halt grad die Karaokebar zugemacht. Ok also gings von Shibuya aus mit der Bahn nach Kamakura. Dort angekommen sind wir mit dem Bus Richtung Tempel gefahren. Ok also eigentlich wollten wir erst zum Buddha aber der Busfahrer wollte einfach nicht in die gleiche Richtung wie wir. Hier in Kamakura gibt es 19 Schreine und 65 Tempel und so mussten wir nicht lange suchen bis wir den Ersten vor der Nase hatten. Da wir so früh dran waren, waren kaum Touristen unterwegs und auch bei den ersten Tempeln blieb uns der Eintritt erspart. Die Tempel sind eigentlich immer ganz toll angelegt. Teilweise hatte man auch eine super Aussicht auf die Stadt, welche auf drei Seiten von bewaldeten Hügeln umgeben ist. Sogar den Fuji konnte man sehen. Hab ihn auch gefilmt… Fujifilm. Waren dann beim Grabmal vom Minamoto Yoritomo, der 1192 einen auf dicke Hose gemacht hat und die Stadt ma schnell zu seiner Hood erklärt hat, weil ihm Kyoto einfach nicht stylisch genug war. Hat dann hier so strenge Ritterkultur begründet und den ganzen Osten des Landes gerockt. Weiter gings dann zum Tsurugaoka-Hachiman-Schrein, der dem Kriegsgott Hachiman geweiht ist und der Schutzgott vom Minamoto war. Sind dann durch die Stadt in Richtung Bahnhof gelaufen und haben uns dort in den Läden umgeschaut. Hier gabs Samurai-Schwerter und viele andere lässige Sachen zu bestaunen. Im Südosten erstreckt sich die Halbinsel Miura in den Pazifik. Das milde Klima und der Badestrand Yumigahama ziehen im Sommer Gäste aus Tokio und Yokohama an. Wetter hat dann auch gepasst und ich bin den Strand entlang zum Big Buddha gelaufen. Die aus Bronze gefertigte Statue ist die zweitgrößte Japans. Mit seinen 93t schwer und 11,40m hoch zählt sie zu den schönsten und vollkommensten aller Buddha-Statuen des Landes. Nachmittags gings dann wieder zurück in meine Bude und ich hab mir abends die Bundesliga über Internet gegönnt. Na werd jetzt in den nächsten Wochen auf Arbeit noch ranklotzen und dann Ende April mitm Kalle Hongkong unsicher machen. Stay tuned. Der General!

Freitag, 21. März 2008

24. Erdbeben Training

Ohh mann, wie fertig sind eigentlich die Japaner.
Heute auf der Arbeit ging auf einmal die Sirene los, gut hab mir nix weiter dabei gedacht, auf einma knien meine Arbeitskollegen auf den Boden und mit dem Kopf unter den Tisch. Geilomat hab ich mir gedacht...endlich mal ein Erdbeben. SUUUUPER nix wars...war nur ne Übung. Mussten dann nach draußen auf die Wiese und was seh ich da - ein Erdbeben Trainings Truck. Haben uns dann ordentlich, wie die Japaner halt sind in vier Reihen aufgestellt und dann gings los. Immer 4 Personen sollten den Anhaenger des Trucks betreten, in dem ein Wohnzimmer eingerichtet war. Ok hab mich dann an den Tisch gesetzt und abgewartet. Und dann gings los...Der Anhaenger hat gewackelt und die Sachen sind aus den Regalen geflogen. Haben uns dann auf den Boden gekniet und wieder den Kopf unter den Tisch nur diesma mit simuliertem Erdbeben. War echt superlustig. Weiter gings dann in eine Halle und da wurden uns dann "Erste Hilfe" Massnahmen beigebracht, erst hat der Japaner alles erklaert und dann sollte jemand von den Arbeitern das Ganze vorführen. War fast schon vorher klar, dass die mich auswählen. Hatte natürlich kein Wort verstanden und so hab ich halt mit der Puppe bissl improvisiert; Mund-zu-Mund-Beatmung gemacht und bissl auf der Brust rumgedrückt. Ja und dann gibt mir der Typ nen Devibrilator...cool...wollte ich schon immer mal ausprobieren. Also aufgeladen..."weg vom Tisch"...und dann hab ich der Puppe mal einen ordentlichen Stromschlag verpasst. Jetzt bin ich ein ausgebildeter Erbeben Helfer ...fehlt nur noch das Erdbeben.
Morgen früh gehts auf nach KAMAKURA und dort begebe ich mich dann auf die Spuren der Samurai. Gestern Abend hatte ich ein langes Gespräch mit dem Stadthalter von Hongkong. Werde Ende April mal für eine Woche nach HK düsen, da ich aufgrund meines Visums Japan mal kurz verlassen muss. Flug hab ich heute auch schon gebucht...na dann kanns ja losgehen.
Haut rein.
Flow

Montag, 17. März 2008

23. Ageha...

Konnichi wa.
Diesma fass ich mich etwas kürzer, da es nicht wirklich sooo viel zu berichten gibt. Freitag abend bin ich mit Jochen in eine Spielhalle und haben nur etwas Darts gezockt und den kranken Japanern beim Spielen zugeschaut. Und das is wirklich ma richtig krank, was die da machen. Die trommeln da und haben 1700 perfect Hits. Pfff...
Naja Samstag hab ich dann erst nen Einkauftsbummel gemacht und hab mich um 19Uhr mitm John aus Oklahoma getroffen. Haben dann bissl Bier eingekauft und dann sind nach und nach die ganzen Leute eingetroffen. War sehr geil, hab von den Schweden ein Geburtstagsständchen auf schwedisch bekommen und die Japanerinnen haben ne kleine Torte mit Kerzen gebacken...dann gabs nochma ein Ständchen...na sowas hatte ich natürlich nicht erwartet, aber hab mich voll gefreut. Waren dann ca 15 Leute und haben halt erst im Sakura House bissl war getrunken und dann sind wir so gegen 12 los in den größten Club Tokios - ins Ageha. Auf dem Weg dorthin kann man jetzt in Tokio lauter FLOW - Grafitys sehen, weil der Steven meinen Namen auf jedes Schild gesprayed hat. Sah schon cool aus, aber nanana sowas macht man doch nicht:-)
Ja der Club war riesig, wir waren auf der Gästeliste und dadurch wars nicht allzu teuer. Es gab nen Swimming Pool, Pooldancer und 4 Hallen, aber da haben die nur House und Techno gespielt, also nicht gerade meine Welt. War mitm Johan aber doch bis um 6 Uhr am Swimming Pool und hab versucht meinen A**** zu bewegen. Allerdings is der Club so gross, dass man sehr schnell die anderen Leute verliert. Haben auch versucht in den VIP bereich zu kommen, aber die haben uns einfach nicht abgenommen, dass der Johan ein schwedisches Model ist. Na sind dann frühs auch mit der ersten Bahn heim.
Sonntag Nachmittag hab ich dann mit den Amis und ein paar Japanerinnen wieder american Football gespielt, was nicht meine Sportart Nr. One is. Aber teilweise macht das schon Bock, vor allem bei dem super Wetter. Kurze Hose und Shirt - kein Ding. Im Park kann man auch lauter Hunde beobachten, die haben da so einen Hundepark und das is richtig witzig. Na das wär auch was fürn Tequila, besonders bei den ganzen Weibchen. Haben dann noch Okonomiaki zusammen gegessen, und bin dann so um 5pm auch wieder nach Hause.
Bilder gibts keine, also klar gibts schon Bilder und zwar ewig viele, aber die haben leider überhaupt keinen informativen Charakter und daher kann ich die nicht zeigen:-)
Aber bald wirds wieder interessanter, da der General einen Auftrag erhalten hat, das historische Kamakura zu erkunden und sich auf die Spuren der Samurai zu begeben.
Also am Ball bleiben.
......

Freitag, 14. März 2008

22. Official Invitation



Erst die Arbeit, dann das Vergnuegen! Dieser Satz passt wohl zu keinem anderen Land so gut wie zu Japan. Uebersetzt heisst das soviel wie: erst 12Stunden Arbeit und dann koennen wir mal ueber ein Geburtstagsbierchen reden.
Naja war am Ende doch noch eine sehr nette Feier mit den Kollegen. Habe einen deutschen Wein geschenkt bekommen und von den Studenten hier eine Tasse und original Mangazeichungen. Die sind ziemlich cool und waren bestimmt nicht so billig. Sind auf Plastikfolie gemalt und meistens sind da Maedels in Bikinis drauf, weshalb mein Chef auch die Haende ueber den Kopf zusammengeschlagen hat. Aber was solls, so ist das nun mal hier. Na war richtig nett und wir sind dann noch gemeinsam zum Ramenessen gegangen.
Was bissl komisch war, anfangs sollte ich eine kleine Rede halten, also einen Trinkspruch. Na da stand ich dann, volle Glaeser in der Hand und alle Augen auf mich gerichtet. Na hab dann angefangen mit..."Von der Mitte bis zur Titte, vom Sack bis zum Knie..."-natuerlich nicht! Hab mich einfach bedankt und gemeint, dass es mir sehr gut gefaellt. Mit tobenden Beifall wurde dann dieser recht nette Abend eingelaeutet.
Ja Samstag werd ich dann meine fernoestliche Geburtstagsfeier nachholen mit einigen Kumpels und auch Kirschblueten. Hab auch eine Einladung geschickt bekommen, die ziemlich cool aussieht. Vielen Dank dafuer. Sind natuerlich alle eingeladen. Also wenn ihr Lust habt, dann kommt vorbei. Was dann da am Wochenende abging und da geht einiges, das erfahrt ihr dann natuerlich naechste Woche.
Bis die Tage...

Der General

Donnerstag, 13. März 2008

21. HAPPY BIRTHDAY TO ME!

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät...
Ja so ist es, 00:05 zeigt meine an...13.03.82
Heute vor 26 Jahren wurde in Unterfranken jemand geboren, der 26 Jahre später in Japan sitzt. Hat man sich damals wohl auch nicht denken können.
So während hier schon die ersten Geburtstagsgrüße über Skype, ICQ, MSN oder Email eintrudeln, hab ich mir gedacht, mach ich schnell ma nen Geburtstagsblogpost...

Morgen is auf der Arbeit ne kleine Geburtstagsparty geplant und am Wochenende hab ich das ganze mal auf Sa verschoben.
Achja, hab heute im Supermarkt auch 0,1l Döschen Bier gefunden, das is für die kleinen Kinder, damit die schonmal das Exen lernen.
Also denne...lasst es krachen.
Flow aka der General

Dienstag, 11. März 2008

20: American Football unter der Kirschblüte

Moin…ich bins! Also letzten Freitag hab ich mich abends mit Markus und noch ein paar anderen Studenten in Shibuya getroffen. Wir sind dann in eine Karaokebar, aber das war ja klar, wenn der Markus dabei ist. War aber ein ganz netter Abend, aber das sag ich ja immer. Samstag musste ich mich erstma ausschlafen bis Nachmittags. Als ich dann wieder einigermaßen fit war, hab ich mich mit John getroffen und wir sind zu den Schweden in die WG. Naja das war auch ziemlich cool. Die wohnen im Sophia House, was fast so aufgebaut ist wie das Sakura House, nur dass es dort nicht stinkt und alles viel cleaner ist. Sind dann abends nach Shibuya aufgebrochen und sind dort etwas durch die Häuser gezogen. Sonntags hab ich mich mittags mit den Jungs im Yoyogi Park getroffen und wir haben American Football gespielt. Haben auch schon die ersten Kirschblüten gesehen, allerdings von Baby Kirsch Bäumen. Heute tut mir immer noch mein 10Mio $ Arm vom Football weh. Na hat auf jeden Fall Fun gemacht und da war ein Schwarzer dabei, der konnte den Ball werfen, das war der Hammer. Nachmittags hab ich mich noch mit ner Japanerin getroffen und war dann noch bis Abends unterwegs.
Dienstags hab ich einen größeren Schreibtisch bekommen, den ich allerdings nicht brauche. Bei der Jaxa war so eine Art Sperrmüll und da hab ich mit meinem Chef einiges abgestaubt. Naja hier in Japan, oder zumindest bei der Jaxa ist das anders…nein hier kommen nicht die alten nutzlosen Sachen auf den Sperrmuell…nö du…alles was älter als 2 Jahre is, kann man ja wirklich nichtmehr benutzen. So hab ich mir ein Logitech Headset geschnappt und mein Chef sich zwei 17“ Flachbildschirme. Abends war ich dann mit den anderen Studenten beim Essen und habe Aal auf Reis probiert, hat auch soweit ganz gut geschmeckt.
Donnerstag ist ja mein Geburtstag für alle die es nicht wissen und da werde ich dann hier mit den Leuten von der JAXA mal ein bissl feiern und am Freitag dann meine eigentliche kleine Feier mit den anderen Jungs feiern.
Naja hab in meiner Geburstags-Woche auch ziemlich viel zu tun, da die letzten Teile bestellt bzw. konstruiert werden müssen. Das is zwar witzlos wie Schule ohne Schwänzen, aber ich muss vorankommen, ich packs dann…bis densen.

Mittwoch, 5. März 2008

19: Im Auftrag des Kaisers!

So an dieser Stelle sollte ja eigentlich eine grobe Zusammenfassung meines Wochenendes folgen. Na keine Sorge, so ist es auch diesmal. Nun dann fang ich mal mit Freitagabend an. Es war doch schon recht spät abends, als ich mich von meinem Büro auf den Weg in meine 2 Minuten entfernte Wohnstätte machte. Dort angekommen genoss ich eine ausgiebige Dusche und machte mich dann fresh and clean auf den Weg ins Sakura House zu Diego’s Abschiedsparty. Hab vorher noch zwei Sixies gekauft und dann konnte es ja losgehen. Vor Ort waren auch schon sehr viele Leute am Start, naja is ja klar, die meisten haben nur 4 Stunden Unterricht am Tag und nicht wie der General Kirschblüte ne 60 Stunden Woche. Aber wir wollen ja nicht meckern...Lob muss man sich erarbeiten; Mitleid bekommt man geschenkt. Mein Lob entsprach nach dieser Woche erstmal einem kühlen Bier. Ja das hatte ich mir verdient…war zumindest meine eigene Einschätzung. War wie immer eine sehr bunte Mischung von Leuten aus aller Welt und nach einigem „Lob“ kam die Party so richtig in Schwung. Den Skandinavischen Nachbarn habe ich erstmal eine Lektion in „German Cursing“ beigebracht, was sich allerdings als Fehler herausstellte, da ich mir jetzt den ganzen Abend deutsche Schimpfwörter anhören durfte. Am meisten Spaß macht es mir, sich mit den ganzen verschiedenen Nationen zu unterhalten…sei es aus Sudan, Kanada, USA, Schweden, Frankreich, Iran, Brasilien oder Neuseeland. Leider hab ich nur Photos mit meinem Handy gemacht und bis ich ausgecheckt hab, wie ich die auf meinen Laptop bekomme, ja solange heißt es - warten. Der eine Franzose is auch ziemlich durchgeknallt, also wenn ich den seh, dann frag ich mich warum ich denn der MADDOG sein soll. Ich hab nicht aufm Tisch getanzt. Nachts allerdings ist mein französischer Kollege dann ausgetickt und hat die Tür vom John eingetreten und die wollten sich kloppen. Aber Freunde da draußen, es ist nichts passiert…meine langjährige Karate-erfahrung und meine Kommunikationskillz, auch nach soviel „Lob“ haben sich ausgezahlt. Hab die Sache geklärt(If you push me again I will knock u out) und so blieb es bei dem Sachschaden. Ich hab dann auch eine nette Japanerin kennengelernt, die so aktiv war wie ne Schlaftablette; das ganze hatte einen gewissen Touch von Nekrophilie. Da is es kein Wunder wenn man einschläft und dann unsanft geweckt wird…naja aber diese Story muss ich hier auf diesem öffentlichem Blog leider skippen.

Frühs am morgen hat dann der Iraner für mich Frühstück gemacht…boah war das scharf. Ich mein ich bin ja nicht gerade jemand der scharfe „Sachen“(!!) meidet, aber frühs morgens Nudeln mit so scharfer Soße, da hatte ich schon wieder den ganzen Tag Angst aufs Klo zu gehen.
Weiter gings mit Joe dann in Richtung Tokyo zum Kaiserpalast. Vom Vorplatz des Palastes sieht man die Doppelbrücke, die zum inneren der Palastanlage führt. Für die Öffentlichkeit, also auch für mich ist der Palast im Allgemeinen nicht zugänglich. Nur am 2.Januar und am 23.Dezember kann der Palastgarten betreten werden. Solange wollte ich aber wirklich nicht warten. Den Palast umgibt auch ein breiter Wassergraben und an den Toren stehen Wachen. Also wenn’s Freitagnacht gewesen wäre und einer hätte gesagt: auf geht’s wir besuchen den Kaiser…naja dann wär ich der Erste gewesen der in den Graben gesprungen wär. Aber so wars mir einfach zu kalt. Nicht dass ich Angst vor den Wachen gehabt hätte. Haben uns dort auch das Parlament angeschaut und sind dort noch etwas durch die Straßen gelaufen. Südlich des Kaiserpalastes liegt auch der Hibiya Park, in dem auch eine Art Oktoberfest stattfindet. Unter der Bahnlinie hindurch gings dann zur Ginza; der berühmten Einkaufsmeile von Tokio. Vorher musste ich allerdings erstmal meine Batterien aufladen und so hab ich mir bei irgendeinem Chinesischen Imbiss mal wieder etwas bestellt, was ich nicht lesen konnte…hmm nur diesma hatte mich mein Glück verlassen und bei Leber und Nierenragout mit Reis in Scharfer Soße da war Schluss mit lustig. Klar die Leber hätte ich da am Sa schon gebrauchen können aber der Zeitpunkt war einfach der Falsche. Auf der Ginza befinden sich auf beiden Straßenseiten jede Menge Geschäfte die allerdings nicht für meinen Geldbeutel bestimmt sind, denn solche Lumpen wie Prada, Calvin Klein oder Dior lass ich schon lange nicht mehr an meine Haut. Sind dort auch in ein riesiges Spielzeuggeschäft, welches ziemlich genial war. Hier wird die Jugend - ach was sag ich - die Kinder von heute schon auf das ohrenbetäubende Pachinkospiel von morgen vorbereitet. Hab dann auch so nem Knirps erstma gezeigt wer der Chef im virtuellen Tischtennis ist. Mit diesem überheblichen Siegesgefühl ging’s weiter. Auf der Ginza befindet sich auch die Sapporo Bier Halle…und wie ihr euch denken könnt, bin ich da natürlich eingekehrt und hab ein Bier zu Bayerischer Schunkelmusik getrunken. Hätte auch Weißwürste essen können, aber bei 15 Euro hat mein Geldbeutel und das Leberragout vom Chinesen für „nein“ gestimmt. Abends hab ich mich dann mit Markus in Shibuya getroffen. Da ich mich mit ihm bisher nur einmal in Japan getroffen hatte, war es Zeit für eine zweite Runde in der Karaokebar. War wie immer ein sehr lustiger Abend bei Franky Boy und Guns n’Roses. Nach der Karaokebar hatte ich dann schon wieder meine letzte Bahn verpasst, aber das ist ja mittlerweile schon usus. So gings dann weiter in ne Rockbar, hier fand ich dann doch die Japanische Freundlichkeit etwas übertrieben, denn solche Komplimente wie „ Hey you look like Prad Pit“, die kann er sich auch sparen…wo ich doch genau weiß, dass ich eher wie DiCaprio ausseh:-)..omg. Hab auch wieder einige Bekanntschaften gemacht und ich muss wirklich mal dafür sorgen, dass ich die Bilder vom Handy auf den PC bekomm, weil Bilder ja bekanntlich mehr als Tausend Worte sagen.
Sonntags hab ich mich erstmal ausgeschlafen und mich auf mein Experiment vorbereitet. Hab auch am Montag sehr gute Bilder machen können, sodass mein Chef auch zufrieden war. Ja das war es mal wieder kurz und schmerzlos… Donnerstag werde ich mit den anderen Studenten hier mal zu einem Friseur gehen, um mir die Haare schneiden zu lassen. Die Studenten brauch ich dann zum übersetzen.
Schöne Grüße aus Japan an alle da draußen.

STAY TUNED
Flow

Die Super EM Umfrage hat ergeben, dass die meisten Leute denken, dass Germany gewinnt...na dann warten wir mal ab.