So an dieser Stelle sollte ja eigentlich eine grobe Zusammenfassung meines Wochenendes folgen. Na keine Sorge, so ist es auch diesmal. Nun dann fang ich mal mit Freitagabend an. Es war doch schon recht spät abends, als ich mich von meinem Büro auf den Weg in meine 2 Minuten entfernte Wohnstätte machte. Dort angekommen genoss ich eine ausgiebige Dusche und machte mich dann fresh and clean auf den Weg ins Sakura House zu Diego’s Abschiedsparty. Hab vorher noch zwei Sixies gekauft und dann konnte es ja losgehen. Vor Ort waren auch schon sehr viele Leute am Start, naja is ja klar, die meisten haben nur 4 Stunden Unterricht am Tag und nicht wie der General Kirschblüte ne 60 Stunden Woche. Aber wir wollen ja nicht meckern...Lob muss man sich erarbeiten; Mitleid bekommt man geschenkt. Mein Lob entsprach nach dieser Woche erstmal einem kühlen Bier. Ja das hatte ich mir verdient…war zumindest meine eigene Einschätzung. War wie immer eine sehr bunte Mischung von Leuten aus aller Welt und nach einigem „Lob“ kam die Party so richtig in Schwung. Den Skandinavischen Nachbarn habe ich erstmal eine Lektion in „German Cursing“ beigebracht, was sich allerdings als Fehler herausstellte, da ich mir jetzt den ganzen Abend deutsche Schimpfwörter anhören durfte. Am meisten Spaß macht es mir, sich mit den ganzen verschiedenen Nationen zu unterhalten…sei es aus Sudan, Kanada, USA, Schweden, Frankreich, Iran, Brasilien oder Neuseeland. Leider hab ich nur Photos mit meinem Handy gemacht und bis ich ausgecheckt hab, wie ich die auf meinen Laptop bekomme, ja solange heißt es - warten. Der eine Franzose is auch ziemlich durchgeknallt, also wenn ich den seh, dann frag ich mich warum ich denn der MADDOG sein soll. Ich hab nicht aufm Tisch getanzt. Nachts allerdings ist mein französischer Kollege dann ausgetickt und hat die Tür vom John eingetreten und die wollten sich kloppen. Aber Freunde da draußen, es ist nichts passiert…meine langjährige Karate-erfahrung und meine Kommunikationskillz, auch nach soviel „Lob“ haben sich ausgezahlt. Hab die Sache geklärt(If you push me again I will knock u out) und so blieb es bei dem Sachschaden. Ich hab dann auch eine nette Japanerin kennengelernt, die so aktiv war wie ne Schlaftablette; das ganze hatte einen gewissen Touch von Nekrophilie. Da is es kein Wunder wenn man einschläft und dann unsanft geweckt wird…naja aber diese Story muss ich hier auf diesem öffentlichem Blog leider skippen.
Frühs am morgen hat dann der Iraner für mich Frühstück gemacht…boah war das scharf. Ich mein ich bin ja nicht gerade jemand der scharfe „Sachen“(!!) meidet, aber frühs morgens Nudeln mit so scharfer Soße, da hatte ich schon wieder den ganzen Tag Angst aufs Klo zu gehen.
Weiter gings mit Joe dann in Richtung Tokyo zum Kaiserpalast. Vom Vorplatz des Palastes sieht man die Doppelbrücke, die zum inneren der Palastanlage führt. Für die Öffentlichkeit, also auch für mich ist der Palast im Allgemeinen nicht zugänglich. Nur am 2.Januar und am 23.Dezember kann der Palastgarten betreten werden. Solange wollte ich aber wirklich nicht warten. Den Palast umgibt auch ein breiter Wassergraben und an den Toren stehen Wachen. Also wenn’s Freitagnacht gewesen wäre und einer hätte gesagt: auf geht’s wir besuchen den Kaiser…naja dann wär ich der Erste gewesen der in den Graben gesprungen wär. Aber so wars mir einfach zu kalt. Nicht dass ich Angst vor den Wachen gehabt hätte. Haben uns dort auch das Parlament angeschaut und sind dort noch etwas durch die Straßen gelaufen. Südlich des Kaiserpalastes liegt auch der Hibiya Park, in dem auch eine Art Oktoberfest stattfindet. Unter der Bahnlinie hindurch gings dann zur Ginza; der berühmten Einkaufsmeile von Tokio. Vorher musste ich allerdings erstmal meine Batterien aufladen und so hab ich mir bei irgendeinem Chinesischen Imbiss mal wieder etwas bestellt, was ich nicht lesen konnte…hmm nur diesma hatte mich mein Glück verlassen und bei Leber und Nierenragout mit Reis in Scharfer Soße da war Schluss mit lustig. Klar die Leber hätte ich da am Sa schon gebrauchen können aber der Zeitpunkt war einfach der Falsche. Auf der Ginza befinden sich auf beiden Straßenseiten jede Menge Geschäfte die allerdings nicht für meinen Geldbeutel bestimmt sind, denn solche Lumpen wie Prada, Calvin Klein oder Dior lass ich schon lange nicht mehr an meine Haut. Sind dort auch in ein riesiges Spielzeuggeschäft, welches ziemlich genial war. Hier wird die Jugend - ach was sag ich - die Kinder von heute schon auf das ohrenbetäubende Pachinkospiel von morgen vorbereitet. Hab dann auch so nem Knirps erstma gezeigt wer der Chef im virtuellen Tischtennis ist. Mit diesem überheblichen Siegesgefühl ging’s weiter. Auf der Ginza befindet sich auch die Sapporo Bier Halle…und wie ihr euch denken könnt, bin ich da natürlich eingekehrt und hab ein Bier zu Bayerischer Schunkelmusik getrunken. Hätte auch Weißwürste essen können, aber bei 15 Euro hat mein Geldbeutel und das Leberragout vom Chinesen für „nein“ gestimmt. Abends hab ich mich dann mit Markus in Shibuya getroffen. Da ich mich mit ihm bisher nur einmal in Japan getroffen hatte, war es Zeit für eine zweite Runde in der Karaokebar. War wie immer ein sehr lustiger Abend bei Franky Boy und Guns n’Roses. Nach der Karaokebar hatte ich dann schon wieder meine letzte Bahn verpasst, aber das ist ja mittlerweile schon usus. So gings dann weiter in ne Rockbar, hier fand ich dann doch die Japanische Freundlichkeit etwas übertrieben, denn solche Komplimente wie „ Hey you look like Prad Pit“, die kann er sich auch sparen…wo ich doch genau weiß, dass ich eher wie DiCaprio ausseh:-)..omg. Hab auch wieder einige Bekanntschaften gemacht und ich muss wirklich mal dafür sorgen, dass ich die Bilder vom Handy auf den PC bekomm, weil Bilder ja bekanntlich mehr als Tausend Worte sagen.

Sonntags hab ich mich erstmal ausgeschlafen und mich auf mein Experiment vorbereitet. Hab auch am Montag sehr gute Bilder machen können, sodass mein Chef auch zufrieden war. Ja das war es mal wieder kurz und schmerzlos… Donnerstag werde ich mit den anderen Studenten hier mal zu einem Friseur gehen, um mir die Haare schneiden zu lassen. Die Studenten brauch ich dann zum übersetzen.
Schöne Grüße aus Japan an alle da draußen.
STAY TUNED
Flow
Die Super EM Umfrage hat ergeben, dass die meisten Leute denken, dass Germany gewinnt...na dann warten wir mal ab.